Konventionelle Röntgendiagnostik
“Konventionelle Röntgendiagnostik” bedeutet bildgebende Verfahren, die mit direkter Ausnutzung des den jeweiligen Körperteil durchdringenden Röntgenstrahles einen Röntgenfilm schwärzt und entsprechende Röntgenbilder zur Diagnose auswertet. Hierbei werden in unserem Institut keine Röntgenfilme mehr verwendet, es wird ausschließlich die deutlich modernere digitale Technik verwendet, bei der durch Röntgenstrahlen ein Bild auf einer digitalen Speicherfolie entsteht, welche in der Folge ausgelesen wird. Diese Vorgehensweise hat vielfältige Vorteile, insbesondere die Möglichkeiten der digitalen Nachverarbeitung und der Speicherung.
Übersicht der angebotenen Röntgenuntersuchungen
- Skelett(Knochen)-Aufnahmen sind die wohl häufigsten Röntgenaufnahmen in der Radiologie mit Fragestellungen aus der Unfallchirrurgie, Orthopädie oder Rheumatologie
- Thorax(Lungen)diagnostik (wir fertigen im Jahr über 7000 Röntgenaufnahmen der Lunge an und stehen in direktem Kontakt mit mehreren Lungenfachärzten, sodass wir über ein sehr hohes Wissensniveau und eine entsprechende Übung in der Thoraxdiagnostik verfügen).
- Knochenalterbestimmungen werden durch ein Röntgenbild der Hand bei Kindern mit Hochwuchs oder Kleinwuchs durchgeführt.
- Untersuchung der Speiseröhre, des Magens, Dünn– und Dickdarms mit Kontrastmittel
- Venographie (Venenuntersuchung)
- Sialographie (Speicheldrüsenuntersuchung)
- Hysterosalpingographie (Darstellung des Uterus und der Eileiter bei Problematiken bzgl Kinderwunsch)
- Fisteldarstellungen (seltene Untersuchung zur Darstellung pathologischer Gangsysteme vor geplanten Eingriffen)
Ablauf der konventionellen Diagnostik
Die meisten Röntgenaufnahmen von Knochen und der Lunge sind Routine-Untersuchungen, welche nach starren international standardisierten Schemata aufgenommen werden.

Sie werden von routinierten Röntgenassistentinnen durchgeführt und mit Ihnen danach von ärztlicher Seite her besprochen. In besonderen Fällen werden vom untersuchenden Arzt/Ärztin Zielaufnahmen am Durchleuchtungsgerät angefertigt. Hier können am Monitor gezielte Einstellungen erfolgen, die eine Information über die Standard-Technik hinaus geben.
Außerdem erfolgen am Durchleuchtungsgerät folgende invasive Untersuchungen:
Venographie der Beine, seltener der Arme. Sialographie (eine KM-Darstellung der Speicheldrüsen des Mundes). Kontrastmittel-Rö.-Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes, wobei auch hier die Zahl der Untersuchungen wesentlich zurückgegangen sind durch die Endoskopie, die eine genaue Direktbesichtigung ermöglicht. In einzelnen Fällen ist allerdings eine Endoskopie nicht ausreichend aussagefähig, so dass gelegentlich noch Rö.-Untersuchungen des Magens erfolgen. Häufiger sind Rö.-Untersuchungen der Speiseröhre, des Dünndarmes, der bisher nicht routinemäßig endoskopisch zugänglich ist sowie des Dickdarmes, besonders wenn eine Endoskopie nicht komplett durchführbar war (z.B. im Falle einer Divertikelkrankheit oder einer Überlänge des Dickdarmes mit vermehrten, endoskopisch nicht überwindungsfähigen Schleifen). Gelegentlich werden KM-Untersuchungen der Gebärmutter und Eileiter durchgeführt mit der Frage einer Eileiterdurchgängigkeit, bei entsprechendem Verdacht seitens der Gynäkologin oder des Gynäkologen. Diese Methode stellt eine einfache Alternative zur operativen, minimal-invasiven endoskopischen Bauchspiegelung dar, mit der die Durchgängigkeit der Eileiter ebenfalls geprüft werden kann.
Schwerpunkt Venographie
Einen besonderen Schwerpunkt stellt in unserer Abteilung auch die Venographie der Beine dar, die teilweise von weit überregional angefragt wird. Eine exakte Venographie wird meist vor Venenoperationen verlangt. Unser ganz besonderes Ziel ist eine sehr gute venographische Diagnostik und gleichzeitig eine möglichst wenig belastende Untersuchungsmethode. Die Venographie soll im wesentlichen schmerzlos sein. Zu diesem Zwecke erhalten sie zunächst ein angenehmes Fußbad, das zu einer guten Venendurchblutung des Fußes führt und zu einer in aller Regel leichten Punktion einer Fußvene mittels einer sehr feinen Nadel.
Nach der jeweiligen Röntgenuntersuchung werden Sie im Gespräch mit dem Arzt bzw. mit der Ärztin den Befund besprechen.

