MRT des Herzens - Kardio-MRT

Die MRT ist derzeit das modernste nicht-invasive und strahlungsfreie Verfahren in der Diagnostik der Herzens. Mittels hochauflösender, ultraschneller Untersuchungssequenzen können z.B. angeborene oder erworbene Herzfehler, krankhafte Veränderungen der Herzklappen sowie Erkrankungen des Herzmuskels aufgedeckt werden.
Darüber hinaus wird bei der sog. Stress-MRT das Herz durch ein gut verträgliches Medikament in eine kurze Belastungssituation gebracht. Hierunter kann die Durchblutung des Herzens und somit die Funktion der Herzkranzgefäße im Vergleich zu anderen nicht invasiven Methoden am empfindlichsten beurteilt werden.
Dieses Verfahren kommt bei Verdacht auf das Vorliegen einer Koronaren Herzkrankheit oder zur Verlaufsbeurteilung nach Bypass-OP oder Ballonaufdehnung/Stentimplantation zum Einsatz. Des Weiteren können abgelaufene Herzinfarkte dargestellt werden. Dies gilt sowohl für den alten wie auch für den akuten Herzinfarkt. Bei letztgenannten ist es besonders wichtig, das Ausmaß der Durchblutungsstörung genau zu beurteilen (sog. subendokardial versus transmuraler Infarkt), da dies entscheidenden Einfluss auf eine mögliche Therapie hat.

Indikationen zur Kardio-MRT

Ablauf der Untersuchung

Eine MRT-Untersuchung des Herzens kann, je nach Fragestellung, i.d.R. zwischen 35 und 75 Minuten dauern. Die Untersuchung wird für jeden Patienten individuell gestalltet. In den meisten Fällen ist es notwendig Ihnen über eine Venenverweilkanüle ein Kontrastmittel zu applizieren. Dieses Kontrastmittel enthält kein Jod (im Gegensatz zu den Kontrastmitteln bei Herzkatheter- oder CT-Untersuchungen) und ist sehr gut verträglich.

Stress-MRT

Wenn die Durchblutung des Herzmuskels unter Belastung bestimmt wird, erfolgt zusätzlich die Gabe des Medikaments Adenosin über eine zweite Kanüle. Auf dieses Medikament reagiert das Herz wie bei einer körperlichen Belastung mit Pulsanstieg. Durch das sog. Steal-Phänomen wird eine krankhafte Minderdurchblutung des Herzmuskels z.B. als Folge einer relevanten Einengung einer oder mehrerer Herzkranzarterien sichbar gemacht.
Mit der Gabe von Adenosin steht uns zur Zeit die schonendste Form der medikamentösen Belastung des Herzens zur Verfügung.

Was man vor einer Stress-MRT unbedingt beachten sollte

Adenosin ist eine im Körper natürlich vorkommende Substanz. Die Wirkung des Adenosins wird durch Koffein und verwandte Stoffe blockiert. Daher dürfen Patienten 24h vor der Untersuchung keinen Kaffee (auch keinen Koffein-freien Kaffee!), keinen Tee, keine Cola und keine Schokolade zu sich nehmen.
Medikamente (auch Betablocker) können weiter eingenommen werden. Patienten mit einer Herzrhythmusstörung namens AV-Block sollten vorher mit dem Arzt die Risiken der Untersuchung besprechen. Gleiches gilt für Patienten mit Lungenerkrankungen, die regelmäßig Sprays oder Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin zu sich nehmen.

Wir stehen für Erfahrung und Kooperation

Unsere Ärzte verfügen über eine sehr große Erfahrung und wissenschaftliche Expertise in der Kardio-MRT. So haben z.B. Dr. med. Peter Kunz und Dr. Arnd Gerhards viele Veröffentlichungen in z.T. hochrangigen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht bzw. viele Vorträge und Workshops auf nationalen und internationalen Kongressen gehalten.
Im Jahr werden etwa 250 Kardio-MRT-Untersuchung in unserem Institut durchgeführt.

Es besteht eine sehr enge Kooperation zwischen dem Radiologischen Institut Dr. von Essen und der Kardiologischen Fachabteilung des Katholischen Klinikums im Marienhof. Denn wir sind der Überzeugung, dass nur eine effektive Verzahnung der einzelnen Fachdisziplinen eine optimale Diagnostik und Therapie garantiert.

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