MRT der Brust (Mamma)

Auch die Brustdrüse (Mamma) kann im MRT untersucht werden. Diese Untersuchungsmethode stellt allgemein eine Ergänzung zur Mammographie und dem Ultraschall dar. Mit der MRT lassen sich auch sehr kleine Herde mit hoher Sicherheit auffinden. Wenig geeignet ist das Verfahren jedoch im Falle von kleinen Verkalkungen (“Mikrokalk”), welcher lediglich in der Mammographie gut gesehen werden kann.
Der Radiologe wird in der Regel die MRT in Zusammenschau mit der Mammographie beurteilen.

In unserem Institut werden jährlich zurzeit etwa 750 MRTs der Mammae durchgeführt.
Die Befundung dieser Untersuchungen erfolgt immer durch zwei in der Mammadiagnostik erfahrene Ärzte:

Indikationen (Kassenleistungen):

Kernspintomographie der Mamma mit Tumor in der linken Brust

Kernspintomographie der Mamma mit Tumor in der linken Brust. In dem tumorvedächtigen Areal wurde eine sog. ROI hineingelegt. Somit kann man die Anflutung und das Auswaschen des verabreichten Kontrastmittels messen und analysieren.

Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel intravenös gespritzt und sehr schnelle Aufnahmeserien angefertigt. Diese Bilder müssen mittels Computern nachberechnet werden, um den zeitlichen Verlauf der Kontrastmittelanflutung im Brustgewebe darzustellen und auszumessen. Die Geschwindigkeit und Stärke der Kontrastmittelaufnahme ist von der Versorgung mit Blutgefäßen abhängig. Da bösartige Tumoren in der Regel sehr gefäßreich sind, zeigen sie eine typische schnelle und starke Aufnahme des Kontrastmittels.

Leider gibt es aber auch einige gutartige Veränderungen, welche stark Kontrastmittel aufnehmen. In diesen Fällen ist dann eine Unterscheidung zwischen gut- und bösartig nicht mehr so einfach möglich. Dann müssen alle diagnostischen Methoden herangezogen werden: Deshalb ist es äußerst wichtig, daß bei der Untersuchung alle Vorbefunde, insbesondere die Mammographie-Aufnahmen, mitgebracht werden, sofern sie nicht eh in unserem Haus erstellt wurden. Auch müssen wir genau wissen, wann welche Maßnahme an der Brust vorgenommen wurde. Ggf werden wir im Anschluss an die Untersuchung noch selbst eine gezielte Ultraschalluntersuchung vornehmen.

Medizinische Indikationen (Für gesetzlich versicherte Frauen keine Kassenleistung)

Das relativ teure Verfahren wurde zu Beginn in den Jahren 1990 bis 2000 oft unkritisch und vielfach eingesetzt. Leider ergaben sich dadurch viele Fehlbefunde, die zu unnötigen weiteren Maßnahmen geführt haben. Diese Entwicklung und die seit vielen Jahren anhaltende Sparpolitik der gesetzlichen Krankenkassen haben dazu geführt, dass für gesetzlich versicherte die Mamma-MRT in einigen Fällen keine Regelleistung ist, obwohl die wissenschaftliche Forschung zwischenzeitlich den Nutzen bei weiteren Indikationen annimmt:

Da, wie oben dargelegt, die Mamma-MRT in den genannten Fällen keine Regelleistung ist, müssen wir das Kostenerstattungsverfahren anwenden. D.h. Sie bekommen zunächst von uns einen Kostenvoranschlag, mit dem Sie bei Ihrer Krankenkasse klären sollten, ob und wie weit Ihnen die Kosten erstattet werden. Legen Sie dafür dem Sachbearbeiter alle Befunde und die aktuelle Fragestellung vor. Wenn die notwendigen Voruntersuchungen gemacht wurden und die medizinische Fragestellung sinnvoll ist, übernehmen die meisten Kassen die Kosten zumindest anteilig.
Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie in unserem Haus eine Kostenübernahme-Verpflichtung unterschreiben. Im Anschluss an die Untersuchung bekommen Sie von uns eine Rechnung nach der amtlichen Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Diese müssen Sie dann begleichen und können dann erst im Nachgang den Betrag von Ihrer Kasse rückvergütet bekommen. Bitte haben Sie Verständnis für dieses Vorgehen.
Für privat krankenversicherte Frauen übernehmen die Versicherer (vorbehaltlich der Prüfung der medizinischen Sinnhaftigkeit) die Kosten selbstverständlich auch in den oben gennannten Situationen. Sofern die Indikation medizinisch von einem Arzt gestellt wurde, ist eine Vorabsprache mit der Krankenkasse im Allgemeinen nicht notwendig.

Keine Indikation (medizinisch nicht sinnvoll!)

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