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Demenzabklärung mittels Volumenmessung in der MRT (3D-Volumetrie)

Eine Demenzerkrankung im Laufe des Lebens zu entwickeln, erfüllt viele Patienten mit Angst. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist fast jeder Mensch irgendwie in Kontakt mit Menschen, die eine Demenz haben oder entwickeln. Zusätzlich haben die demenziellen Erkrankungen prominenter Persönlichkeiten (Rudi Assauer, Gerd Müller, Ronald Reagan…) die Wahrnehmung der Menschen für dieses Krankheitsbild geschärft.

Die Demenz hat keine einheitliche Ursache. Eine Vielzahl von Erkrankungen ist für den geistigen Abbau der betroffenen Patienten verantwortlich. Einzelne dieser Erkrankungen sind heute heilbar! In der Mehrzahl der Ursachen kann die Medizin leider weiterhin keine Heilung bewirken. Jedoch ermöglicht die begleitende Therapie der Patienten unter Kenntnis der exakten Demenzursache bereits eine Linderung oder kann den demenziellen Abbau verlangsamen.

Eine optimale Bildgebung (Magnetresonanztomographie) wird bei dem Verdacht auf eine dementielle Entwicklung von allen beteiligten medizinischen Fachgesellschaften gefordert (sog. Leitlinien) und ist neben der ausführlichen klinischen/neurologischen Untersuchung und Anamneseerhebung unabdingbar.

In unserem Institut wurden im Rahmen der Magnetresonanztomographie des Kopfes bei Verdacht auf eine demenzielle Entwicklung bereits seit Jahren spezielle Sequenzen durch unsere Neuroradiologen etabliert. Seit zwei Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Neuroradiologie, Chefarzt Prof. Dr. Urbach, um auch außerhalb universitärer Zentren eine hochqualitative Bildgebung zu ermöglichen. Das gewonnene Bildmaterial wird zusätzlich durch computergestützte Analyse (KI) ausgewertet und in speziellen Fällen zusätzlich von universitärer Seite begutachtet.

Eine solche Untersuchung ist mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Deshalb ist bei Durchführung einer entsprechenden MRT-Untersuchung mit speziellem Demenzprotokoll dem Patienten ein zusätzlicher Kostenbeitrag von ca. 200,-EUR in Rechnung zu stellen, da dieser Aufwand weder in der Gebührenordnung der gesetzlichen noch der privaten Krankenkassen abgebildet ist.

Die Untersuchungen werden in einer speziell eingerichteten Neuro-Sprechstunde durchgeführt und von einem unserer neuroradiologischen Fachärzte betreut. Sollten Sie als Patient oder Angehöriger Fragen zu einer entsprechenden Untersuchung haben, sprechen Sie uns bitte an oder fragen Sie Ihren betreuenden Arzt.